Autor Thema: Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule  (Gelesen 3302 mal)

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Pez

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #2 am: 23. Dezember 2018, 13:51:48 »
Gott sei Dank, das keine anderen Personenschäden, außer den Lenker und den Feuerwehrmann gab!

85A

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #3 am: 23. Dezember 2018, 19:54:26 »
Sollte sich ein Bus nicht sofort anhalten lassen, wenn man den Federspeicher betätigt?

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #4 am: 23. Dezember 2018, 20:27:10 »
Sollte sich ein Bus nicht sofort anhalten lassen, wenn man den Federspeicher betätigt?
Das wundert mich auch ...

Und, entschuldigt meine naive Nachfrage in meinem ersten Beitrag hier: Einen Normalbus habe ich am 26A sowohl im anderen Endbereich der Linie (Kagran), wo ich häufig bin, als auch an der Unfallstelle, wo ich nur selten bin, noch nie gesehen. Was hat es mit dem Normalbus auf sich?

Isolierter

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #5 am: 23. Dezember 2018, 20:28:40 »
Sollte sich ein Bus nicht sofort anhalten lassen, wenn man den Federspeicher betätigt?
Das wundert mich auch ...

Und, entschuldigt meine naive Nachfrage in meinem ersten Beitrag hier: Einen Normalbus habe ich am 26A sowohl im anderen Endbereich der Linie (Kagran), wo ich häufig bin, als auch an der Unfallstelle, wo ich nur selten bin, noch nie gesehen. Was hat es mit dem Normalbus auf sich?

Übergang auf Nightline, der Unfall war um 1:45 in der Früh.

Bus33A

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #6 am: 23. Dezember 2018, 20:30:42 »
[...]
Übergang auf Nightline, der Unfall war um 1:45 in der Früh.

Übergang gibt es so ja nicht mehr, am 26A fahren keine Solobusse. Das sind wenn bereits N26 oder Sonderwagen-Einschübe.


Es war ein N26. Nur Feuerwehr und Medien kennen halt nur den Tagesverkehr. Und erstere haben anderes zu tun als auf die Linie zu achten, und letztere haben keine Ahnung und wollen nur schnell die News schreiben. Da wird aus einem Nachtbus schonmal ein kurzgeführter Tagesbus.

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #7 am: 23. Dezember 2018, 21:17:36 »
Zitat
Um vor ihm fahrende Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, riss der Fahrer geistesgegenwärtig das Lenkrad nach links und fuhr gegen die Fahrtrichtung durch den Kreisverkehr, über das Bankett auf das Areal der JET-Tankstelle.

Was ist das bitte für eine Logik? Wenn man andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden will reisst man doch logischerweise das Lenkrad nach rechts um ins Feld zu fahren und nicht nach links damit in den Gegenverkehr und obendrein noch in eine Tankstelle fährt.  ???

Pez

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #8 am: 24. Dezember 2018, 08:40:53 »
Sollte sich ein Bus nicht sofort anhalten lassen, wenn man den Federspeicher betätigt?
Das wundert mich auch ...

Und, entschuldigt meine naive Nachfrage in meinem ersten Beitrag hier: Einen Normalbus habe ich am 26A sowohl im anderen Endbereich der Linie (Kagran), wo ich häufig bin, als auch an der Unfallstelle, wo ich nur selten bin, noch nie gesehen. Was hat es mit dem Normalbus auf sich?
Normalerweise ja, dann kann man noch den Gang rausnehmen und Zündung ausschalten!

85A

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #9 am: 24. Dezember 2018, 09:06:54 »
Normalerweise ja, dann kann man noch den Gang rausnehmen und Zündung ausschalten!

Ich könnte mir im Entferntesten noch vorstellen, dass die Tasten für das Automatikgetriebe und das Zündschloss nicht mehr funktionieren, wenn der Bordcomputer abstürzt. Aber die Federspeicherbremse wird über einen direkt wirkenden Hebel betätigt und sollte daher auch bei Elektronikausfall ansprechen.

Pez

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #10 am: 24. Dezember 2018, 12:27:06 »
Normalerweise ja, dann kann man noch den Gang rausnehmen und Zündung ausschalten!

Ich könnte mir im Entferntesten noch vorstellen, dass die Tasten für das Automatikgetriebe und das Zündschloss nicht mehr funktionieren, wenn der Bordcomputer abstürzt. Aber die Federspeicherbremse wird über einen direkt wirkenden Hebel betätigt und sollte daher auch bei Elektronikausfall ansprechen.
Ja ist so, der Federspeicher Funktioniert auch ohne Elektronik, ist ja auch als Notbremse vom Lenker einzusetzen!

Wer weiß wie das passiert ist, und in der Panik geht sehr viel schief!

coolharry

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #11 am: 07. Januar 2019, 11:35:58 »
Zitat
Um vor ihm fahrende Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, riss der Fahrer geistesgegenwärtig das Lenkrad nach links und fuhr gegen die Fahrtrichtung durch den Kreisverkehr, über das Bankett auf das Areal der JET-Tankstelle.

Was ist das bitte für eine Logik? Wenn man andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden will reisst man doch logischerweise das Lenkrad nach rechts um ins Feld zu fahren und nicht nach links damit in den Gegenverkehr und obendrein noch in eine Tankstelle fährt.  ???

Logisch war da gar nichts. Ich vermute, dass er im Kreisverkehr einfach die Herrschaft über den Bus verloren hat. Vielleicht hat der Fahrer, den Tagesverkehr im Kopf, den Kreisverkehr falsch angefahren. Technische Gebrechen sind selten und noch seltener Schuld an Unfällen. Aber gut mehr als Knopferl drücken können die meisten eh nimmer. Das es mittlerweile auch Berufsfahrer betrifft erschreckt mich aber doch.

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Antw:Autobus macht sich selbstständig und rasiert Zapfsäule
« Antwort #12 am: 12. August 2019, 15:12:05 »
Aber gut mehr als Knopferl drücken können die meisten eh nimmer. Das es mittlerweile auch Berufsfahrer betrifft erschreckt mich aber doch.
Ein bedauerlicher Einzelfall dürfte es nicht gewesen sein:

Mysteriöse Beschleunigung: Wiener Linien-Busfahrer erheben Vorwürfe

Es war der 22. Dezember 2018, als Busfahrer Johann Weigl sich im Dienst zwei Wirbel brach. Seinen Job bei den Wiener Linien sollte er wenig später verlieren. Seine Schicht an jenem Samstag kurz vor Weihnachten war so gut wie zu Ende.

Nach Mitternacht ließ er in der Endstation der Linie 26A kurz vor Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) seine letzten Fahrgäste aussteigen. Dort rauchte der 57-Jährige noch eine Zigarette, um den Bus im Anschluss nach Kagran zu bringen. Was dann geschah, kann er sich bis heute nicht erklären: „Ich startete den Motor – ohne Fuß am Gaspedal – und der Bus beschleunigte unkontrolliert. Ich habe gebremst, aber der Bus wurde immer schneller.“

Weigl durchfuhr in Folge einen Kreisverkehr gegen die Fahrtrichtung, rammte dabei einen 200 Kilo schweren Begrenzungsfelsen, lenkte den Bus auf das Areal einer Tankstelle, wo er eine Zapfsäule umriss, und krachte schließlich in ein Kaffeehaus. Wie durch ein Wunder wurde – außer Weigl selbst – niemand verletzt. Nach einem Spitalsaufenthalt schilderte er den Wiener Linien die Situation aus seiner Sicht: Der Bus habe ohne sein Zutun beschleunigt.

Ein Sachverständiger sah das aber anders. Der Bus sei in einem einwandfreien Zustand gewesen, Weigl müsse die Pedale verwechselt haben. Aufgrund grob fahrlässigen Verhaltens wurde er gekündigt und aufgefordert mehr als 3.000 Euro Schadenersatz zu leisten. Das will er nun vor Gericht bekämpfen.

Weigls Fall rief Personalvertreter Herbert Weidenauer auf den Plan. Seit 32 Jahren Busfahrer, ist ihm das Phänomen der selbstbeschleunigenden Busse bekannt. „Mir ist 2012 dasselbe in der Autobusgarage passiert.“ Weidenauer zufolge helfe in einer solchen Situation nur, zu bremsen, gleichzeitig den Leerlauf einzulegen und die Stromzufuhr zu kappen. Diese Handgriffe für derartige Extremfälle habe er damals in der Busgarage schriftlich ausgehängt. Seine Vorgesetzten hätten diese aber entfernt und ihn verwarnt. Bei den Wiener Linien hieß es auf KURIER-Anfrage, dass Aushänge nur in eigens ausgewiesenen Bereichen erlaubt seien und man die Fahrer nicht verunsichern wolle.

Der Personalvertreter sieht darin eine Vertuschungsaktion. In seiner Funktion als Obmann des Vereins „Öffi Drivers – Wir sind Schwerarbeiter“ hätten ihm viele Kollegen von den selbstbeschleunigenden Bussen erzählt.

Einer davon ist der mittlerweile pensionierte Karl K. Sein Bus beschleunigte 2005 nach Starten des Motors und ohne Gaszugabe derart schnell, dass er in den davor geparkten Bus krachte – dazwischen war allerdings eine ganze Buslänge Abstand. „Ich stieg damals mit voller Kraft auf die Bremse und zog die Handbremse“, sagt er.

Kollegen hätten danach bezeugt, dass der Bus unnatürlich stark beschleunigte. Der heute 70-jährige K. wurde trotzdem vom Fahrdienst abgezogen. „Mir wurde aus einem Gutachten vorgelesen, dass ich die Pedale verwechselt hätte. Nach 28 Dienstjahren.“ Das Gutachten habe er persönlich nie gesehen. Die Wiener Linien beteuern, dass externe Sachverständige jeden Unfall untersuchen. Diesen sei bisher nicht aufgefallen, dass Busse unkontrolliert schneller werden. Alle Busse wären für den Fahrgastbetrieb freigegeben und sicher.

Weidenauer bezweifelt nicht, dass sich die Wiener Linien an rechtliche Vorgaben halten. Dennoch ortet er Gefahr für Fahrgäste sowie Passanten und fordert Aufklärung: „Sonst kommt irgendwann jemand zu Schaden.“


https://kurier.at/chronik/wien/mysterioese-beschleunigung-wiener-linien-busfahrer-erheben-vorwuerfe/400575623

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« Antwort #13 am: 15. August 2019, 12:34:46 »
Aber gut mehr als Knopferl drücken können die meisten eh nimmer. Das es mittlerweile auch Berufsfahrer betrifft erschreckt mich aber doch.
Ein bedauerlicher Einzelfall dürfte es nicht gewesen sein:

Mysteriöse Beschleunigung: Wiener Linien-Busfahrer erheben Vorwürfe

Es war der 22. Dezember 2018, als Busfahrer Johann Weigl sich im Dienst zwei Wirbel brach. Seinen Job bei den Wiener Linien sollte er wenig später verlieren. Seine Schicht an jenem Samstag kurz vor Weihnachten war so gut wie zu Ende.

Nach Mitternacht ließ er in der Endstation der Linie 26A kurz vor Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) seine letzten Fahrgäste aussteigen. Dort rauchte der 57-Jährige noch eine Zigarette, um den Bus im Anschluss nach Kagran zu bringen. Was dann geschah, kann er sich bis heute nicht erklären: „Ich startete den Motor – ohne Fuß am Gaspedal – und der Bus beschleunigte unkontrolliert. Ich habe gebremst, aber der Bus wurde immer schneller.“

Weigl durchfuhr in Folge einen Kreisverkehr gegen die Fahrtrichtung, rammte dabei einen 200 Kilo schweren Begrenzungsfelsen, lenkte den Bus auf das Areal einer Tankstelle, wo er eine Zapfsäule umriss, und krachte schließlich in ein Kaffeehaus. Wie durch ein Wunder wurde – außer Weigl selbst – niemand verletzt. Nach einem Spitalsaufenthalt schilderte er den Wiener Linien die Situation aus seiner Sicht: Der Bus habe ohne sein Zutun beschleunigt.

Ein Sachverständiger sah das aber anders. Der Bus sei in einem einwandfreien Zustand gewesen, Weigl müsse die Pedale verwechselt haben. Aufgrund grob fahrlässigen Verhaltens wurde er gekündigt und aufgefordert mehr als 3.000 Euro Schadenersatz zu leisten. Das will er nun vor Gericht bekämpfen.

Weigls Fall rief Personalvertreter Herbert Weidenauer auf den Plan. Seit 32 Jahren Busfahrer, ist ihm das Phänomen der selbstbeschleunigenden Busse bekannt. „Mir ist 2012 dasselbe in der Autobusgarage passiert.“ Weidenauer zufolge helfe in einer solchen Situation nur, zu bremsen, gleichzeitig den Leerlauf einzulegen und die Stromzufuhr zu kappen. Diese Handgriffe für derartige Extremfälle habe er damals in der Busgarage schriftlich ausgehängt. Seine Vorgesetzten hätten diese aber entfernt und ihn verwarnt. Bei den Wiener Linien hieß es auf KURIER-Anfrage, dass Aushänge nur in eigens ausgewiesenen Bereichen erlaubt seien und man die Fahrer nicht verunsichern wolle.

Der Personalvertreter sieht darin eine Vertuschungsaktion. In seiner Funktion als Obmann des Vereins „Öffi Drivers – Wir sind Schwerarbeiter“ hätten ihm viele Kollegen von den selbstbeschleunigenden Bussen erzählt.

Einer davon ist der mittlerweile pensionierte Karl K. Sein Bus beschleunigte 2005 nach Starten des Motors und ohne Gaszugabe derart schnell, dass er in den davor geparkten Bus krachte – dazwischen war allerdings eine ganze Buslänge Abstand. „Ich stieg damals mit voller Kraft auf die Bremse und zog die Handbremse“, sagt er.

Kollegen hätten danach bezeugt, dass der Bus unnatürlich stark beschleunigte. Der heute 70-jährige K. wurde trotzdem vom Fahrdienst abgezogen. „Mir wurde aus einem Gutachten vorgelesen, dass ich die Pedale verwechselt hätte. Nach 28 Dienstjahren.“ Das Gutachten habe er persönlich nie gesehen. Die Wiener Linien beteuern, dass externe Sachverständige jeden Unfall untersuchen. Diesen sei bisher nicht aufgefallen, dass Busse unkontrolliert schneller werden. Alle Busse wären für den Fahrgastbetrieb freigegeben und sicher.

Weidenauer bezweifelt nicht, dass sich die Wiener Linien an rechtliche Vorgaben halten. Dennoch ortet er Gefahr für Fahrgäste sowie Passanten und fordert Aufklärung: „Sonst kommt irgendwann jemand zu Schaden.“


https://kurier.at/chronik/wien/mysterioese-beschleunigung-wiener-linien-busfahrer-erheben-vorwuerfe/400575623
Bei solchen Vorfällen, wird die Schuld meistens auf den Lenker geschoben!

Leider auch wenn es ein Technischer defekt ist, warum wurde der Bus nach Deutschland zu Mercedes gebracht?