Autor Thema: Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles  (Gelesen 1367 mal)

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Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« am: 05. Oktober 2021, 14:01:30 »
Diese Situation wünscht sich niemand - ein flächendeckender Blackout mit katastrophalen Folgen für den ÖPNV. Laut der Kronen Zeitung müssten die Busse alles in Wien übernehmen (S-Bahn,U-Bahn und Straßenbahn).

Mein Vorschlag für manche Linien:
U1E (Oberlaa - Leopoldau - ohne Halt am Stephansplatz)
U2E (Karlsplatz - Seestadt)
U3E (Ottakring - Simmering - ohne Halt in den Stationen Herrengasse und Stephansplatz)
U4E (Hütteldorf - Heiligenstadt)
U6E (Floridsdorf - Siebenhirten)

Auf allen Ersatzlinien der U-Bahn wäre ein 10-15 Minuten-Takt völlig ausreichend.

Bei der Bim:
DE (Nußdorf - Absberggasse)
OE (Brunno-Marek-Allee     - Raxstraße)
1E (Stefan-Fadinger-Platz   - Prater)
2E (Friedrich-Engels-Platz   - Dornbach)
5E (Westbahnhof  - Praterstern)
6E (Quellenplatz - Burggasse Stadthalle)
9E (Westbahnhof - Gersthof - Herbeckstraße)
10E (Unter St.Veit - Dornbach)
11E (Kaiserebersdorf - Otto-Probst-Platz)
18E (Burggasse Stadthalle - Schlachthausgasse)
25E (Strebersdorf - Floridsdorf - Kagran - Aspern)
26E (Floridsdorf - Kagraner Platz - Hausfeldstraße)
31E (Schottenring - Stammersdorf)
37E (Schottentor - Hohe Warte)
38E (Schottentor - Grinzing)
41E (Schottentor - Pötzleinsdorf)
42E (Schottentor - Antonigasse)
43E (Schottentor - Neuwaldegg)
44E (Schottentor - Ottakring)
46E (Ring,Volkstheater - Joachimsthalerplatz)
49E (Ring,Volkstheater - Hütteldorf)
52E (Westbahnhof - Baumgarten)
60E (Westbahnhof - Rodaun)
62E (Oper,Karlsplatz - Lainz)
71E (Börse - Kaiserebersdorf)

Auf allen Ersatzlinien für die Straßenbahnlinien wäre wie beim U-Bahn-SEV ein 10-15 Minuten-Takt völlig ausreichend.

Bei den Buslinien wäre auch ein Intervall von 10-15 Minuten ausreichend da die Fahrgäste in solchen Situationen nicht ständig mit den Öffis fahren werden.


Bus33A

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #1 am: 05. Oktober 2021, 16:42:01 »
Da die U-Bahn-SEVs und ersetzende Nachtbusse bereits heutzutage in Abschnitte unterteilt sind, wird es wohl kaum durchgebundene Linien geben. Das ist einfach als Buslinie viel zu lang.

63A

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #2 am: 05. Oktober 2021, 16:58:52 »
Eventuell könnte man dann einen Ring-Bus einsetzen (z.B wie bei der WM im Jahr 2008) um so alle U-Bahn-SEV-Linien zu verbinden. Allerdings ist in einer solchen Situation das Umsteigen (vor allem am Abend und in der Nacht) keine gute Idee. Hoffentlich wird es zu einem solchen schrecklichen Szenario nie kommen.

Landstraße

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2021, 17:35:57 »
Bis auf die (Ersatz-)linien D und O (und den 30er) hast du also für einen solchen Fall alle Straßenbahnlinien 1:1 auf Busbetrieb umgestellt  ;) Ist aus meiner Sicht nicht optimal, da kann man den ÖV sicher notfalls besser bündeln. Bzw. ist es wahrscheinlich überhaupt nicht machbar, allein schon weil wohl nicht genügend Busse vorhanden wären, oder?

63A

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #4 am: 05. Oktober 2021, 17:49:41 »
Wie kann man dann den ÖPNV in solchen Situationen gestalten?
Die einzige Lösung sind Busse. Normalbusse wären auf fast allen Linien komplett ausreichend (eventuell könnte man auf den U1E,U3E und U6E sowie beim 6E,11E,25E,31E und 49E auf Gelenkbusse zugreifen - wenn es notwendig ist).
Bei der S-Bahn könnte man mit Bussen und Dieselloks fahren.

coolharry

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #5 am: 06. Oktober 2021, 07:26:12 »
Wie kann man dann den ÖPNV in solchen Situationen gestalten?
Die einzige Lösung sind Busse. Normalbusse wären auf fast allen Linien komplett ausreichend (eventuell könnte man auf den U1E,U3E und U6E sowie beim 6E,11E,25E,31E und 49E auf Gelenkbusse zugreifen - wenn es notwendig ist).
Bei der S-Bahn könnte man mit Bussen und Dieselloks fahren.

Als Szenario:

Es 14:35 an einem trüben regnerischen Novemberdienstag. Man geht halt so seinem Tagegeschäft nach und zack ist der Bildschirm schwarz. Das Radio aus. Die Ampel tot, die Bim steht mitten in der Kreuzung und alle schauen mal blöd drein.
Nach ein paar Schreck Sekunden und der Erkenntnis das der Strom weg ist und auch innerhalb von ein paar Minuten nicht wieder kommt, reißen die ersten Fahrgäste die Türen auf. Die ersten Autofahrer überzuckern das die Ampel aus ist und wollen weiter. In den Büros machen sich die ersten darüber gedanken ob es ohne funktionierender Kaffeemaschine überhaupt noch Sinn macht im Büro zu bleiben. Minuten später klingelt dann schon das Telefon. Kinder sind abzuholen. Weil kein Strom. Also machen sich zig tausende Angestellte mehr oder weiger geordnet auf nach Hause. In einer Stadt in der Abschnittsweise wahrscheinlich alles steht. Busse kannst dir aufzeichnen. Die kommen nirgends durch. Aus den U-Bahn Station kommen die Evakuierten. Die Feuerwehr kann nicht mal mehr ansatzweise alle in Liften eingeschlossenen erreichen. Notdienste kommen, vorallem innerstädtisch, nicht mehr durch. Langsam sickern über die Handyradios und den funktionierenden Internetseiten die ersten Infos durch, dass das mit Strom auch für die nächsten Stunden so bleiben wird. Somit macht sich auch der Rest, der bis jetzt geglaubt hat das der Strom eh gleich wieder da ist, auf den Weg nach Hause. Am Bahnhof angekommen, folgt die Erkenntnis, das der Bahnverkehr ohne Signale und mit zig steckengebliebenen Zügen nicht wirklich funktioniert. Also zum Bus. Blöd nur das der nicht kommt, weil die Polizei langsam angefangen hat Korridore für Feuerwehr, Militär und Rettung zu schaffen. Langsam wirds dunkel. Und zwar wirklich. Gibt ja keine Straßenbeleuchtung. Wenn man dann endlich im Schein der Handytaschenlampe den Weg zum Kindergarten geschafft hat und seine Zwerge eingesammelt hat, folgt die Ernüchterung, das Zuhause kein Brot mehr ist. Macht aber nichts. Das Zeug im Tiefkühler taut eh langsam auf. Also nachdem man dann froh und glücklich ist, dass es auch alle anderen Haushaltsmitglieder wohlbehalten nach Hause geschafft haben, macht man sich auf die Suche nach Taschenlampen, Kerzen, Bunsenbrenner oder was man sonst noch so herum stehen hat, was keinen Strom braucht.

Am nächsten Morgen die Erkenntnis: Der Strom ist immer noch nicht da. Nachdem man dann versucht etwas Wasser mit der Lötlampe zu erwärmen, damit man wenigstens einen Tee trinken kann, versucht man die Arbeitskollegen zu erreichen um zu erfahren ob es überhaupt Sinn macht das Haus zu verlassen. Dann beginnt langsam der überlebens Kampf. Wo kommts essen her. Wo bekomm ich Nachschub für die Lötlampe. Ach ja und das Wasser für den Tee muss man sich beim Nachbar im ersten Stock erbetteln. Bei dem reicht nämlich wenigstens noch der Wasserdruck aus, damit überhaupt Wasser aus der Leitung kommt.

Ehrlicherweise muß ich  sagen: Ein Szenario das mich ein wenig gruselt. Da allein um alle Straßenbahnen und Züge an Positionen zu bekommen, wo man dann den Verkehr mit etwas anderem abwickeln kann, Tage dauern wird. Supermärkte haben geschlossen, weil nicht mal mehr die Türen aufgehen oder zugehen. Vom Kassasystem ganz zu schweigen. Wenigstens das Handy könnt ich noch im Auto aufladen, solange ausreichend Sprit im Tank ist.Neuen Sprit wird man so schnell auch nicht bekommen. Die Tankstellen, die noch funktionieren, werden für Notfallorganisationen reserviert sein. Vielleicht taucht aber nach ein paar Tagen das Bundesheer mit einer Feldküche auf und man bekommt mal etwas warmes zu essen.

Mein Conclusio für den Öffiverkehr: Am ersten Tag bräuchtest alles was Räder und einen Verbrennungsmotor/vollen Akku hat. Am besten so groß wie möglich. Am zweiten Tag brauchst dann wirklich nur mehr Minibusse.

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #6 am: 06. Oktober 2021, 07:33:52 »
Minibusse könnte man auch einsetzen   ^-^

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #7 am: 10. November 2021, 10:06:53 »
In den letzten Tagen kursieren Gerüchte,dass es am Freitag zu einem Blackout kommen könnte. Von der Regierung ist nur eine Probe angekündigt worden. Sicherheitshalber sollten sich die WL und anderen ÖPNV-Unternehmen vorbereiten weil man weiß nie was bei dieser Übung passieren kann.

Bus33A

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Antw:Notsituation Blackout - Busbetrieb übernimmt alles
« Antwort #8 am: 10. November 2021, 11:02:21 »
Naja, Blackout in einem Gebäude oder an gewissen Stellen simulieren ist leicht: Einfach Sicherung rausdrehen. Wenn keine nationale Stromabschaltung geplant ist gibt es wohl auch keine...


Und: https://blog.wienerlinien.at/blackout-warum-bei-den-wiener-linien-das-licht-trotzdem-nicht-ausgeht/