Autor Thema: Im Namen der Wiener Linien - Sie sind verhaftet!  (Gelesen 3748 mal)

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Im Namen der Wiener Linien - Sie sind verhaftet!
« am: 26. August 2014, 12:21:44 »
Ein Mann glaubt, er könne Fahrgäste im Bus terrorisieren. Er hat dabei die Rechnung ohne unseren Mitarbeiter gemacht. Der Buslenker stellt den Randalierer kalt und hält ihn fest, bis die Polizei da ist.

„Mir ist der Typ gleich aufgefallen, als ich zum Bus gegangen bin“, erzählt Elvir K., Buslenker aus der Garage Raxstraße. „Schwarze Jacke, Militärstiefel, aggressive Körperhaltung!“

17. Juli, kurz nach Mittag. Krajina ist auf der Linie 69A eingeteilt und geht vom Expedit zu seinem Bus in der Endstelle beim Hauptbahnhof. Bei der Haltestelle steht ein Mann, der stänkert zwei Mädchen an, spuckt herum und pöbelt jeden Passanten an, der vorbeikommt. „Wenn der in meinen Bus einsteigt, fahre ich sicher nicht weg. So einen gestörten Idioten kann ich meinen Fahrgästen nicht zumuten! Das ist mir zu gefährlich, wenn sich der im Bus auch so aufführt“, denkt sich K. noch, als er zum Fahrerplatz geht.

Kurz darauf hat er schon die Leitstelle verständigt und mitgeteilt, dass ein extrem aggressiver Fahrgast in den Bus eingestiegen ist und er den Herrn jetzt bitten werde, wieder auszusteigen. „Wenn ich mich nicht in zwei Minuten wieder melde, dann schickt mir bitte die Polizei!“

Der Kerl sitzt hinten im Bus und hat die Füße auf der Sitzbank. Die anderen Fahrgäste halten Abstand, niemand will in der Nähe von so einem Stänkerer sitzen. „Ich habe zur Sicherheit alle Türen des Busses offen gelassen,  als ich nach hinten gehe. Kaum komme ich näher, springt der Mann auf, spuckt mich an und tritt auf mich ein.“ Und jetzt passiert etwas, womit der Kerl wohl nicht gerechnet hat. K., packt den Randalierer, schiebt ihn aus dem Bus und hält ihn draußen fest. Dann folgt das volle Programm: Funkstreife der Betriebsaufsicht, Rettung, Polizei.

„In der Situation habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass wir alle zusammen halten, wenn es drauf ankommt. Mir sind sofort zwei Lenkerkollegen zu Hilfe gekommen, als sie gemerkt haben, was da los ist. Die haben gleich die Leitstelle angerufen. Zwei Minuten später waren die Kollegen von der Funkstreife da! Und auf Rettung und Polizei kann man sich in Wien auch verlassen“. Ende gut, alles gut! Die Polizei braucht den Täter nur mehr in Gewahrsam zu nehmen. Weder Lenker noch Täter sind ernsthaft verletzt und die Fahrgäste waren die ganze Zeit außerhalb des Gefahrenbereichs.

„Man muss sich selbst gut kennen und die Situation richtig einschätzen“, meint K., „sonst darf man so etwas nicht machen. Vor irgendwelchen Heldentaten kann ich nur warnen, die gehen meistens schief.“ K. ist durchtrainierter Sportkletterer und sehr kräftig. „Ich weiß, dass mein Körper auch unter extremer Belastung funktioniert. Der Typ hat mich weder mental noch körperlich in den Grenzbereich gebracht. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Situation unter Kontrolle behalten werden, sonst hätte ich mich anders verhalten.“

Also was tun, wenn man sich nicht so sicher ist? „Auf keinen Fall wegschauen oder ignorieren! Wenn Fahrgäste gefährdet werden, muss man handeln. Man muss ja nicht selbst einschreiten, aber die Leitstelle verständigen und auf Hilfe warten, das kann wirklich jeder“, meint K. abschließend.


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Inwieweit das Gschichtl jetzt ein Gschichtl ist oder nicht, weiß ich nicht.

Faschingszeit is auf alle Fälle mal nicht.

Ansonsten ... sag i jetzt nix dazu.

wolfrathplatz

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Re: Im Namen der Wiener Linien - Sie sind verhaftet!
« Antwort #1 am: 26. August 2014, 12:25:23 »
Und sich so ein paar Tage Traumatisierungsfreistellung  ergaunert.  :bh: